Sächsischer Pflegerat

 
Stand / Druckdatum: 03.06.2020

Sächsischer Pflegerat

 

 

Pflegerat fordert stärkere Berücksichtigung beruflich Pflegender und Hebammen

Stellungnahme des Sächsischen Landespflegerates zur Coronapandemie

Die weltweite Coronapandemie zeigt uns derzeit deutlich, dass ein "weiter so" auch nach überstandener Krise und mit abnehmenden Neuinfektionen unmöglich ist. Besonders deutlich wird das im Bereich beruflich Pflegender und Hebammen. Das sich derzeit so viele Kollegen, die dem Beruf bereits den Rücken gekehrt hatten, freiwillig melden und wieder in ihrem Beruf arbeiten möchten, macht uns Mut und zeigt, es lohnt sich ernsthaft zu überlegen, wie diese Kollegen dauerhaft zurück gewonnen werden können.

Unsere Berufsgruppe wird weltweit als „Helden der Krise“ gefeiert. Dabei tun wir das, was wir schon immer machen: Professionell Dienst leisten - für Kranke, Alte, Angehörige - schlicht für unsere Gesellschaft. Wir üben professionell und unaufgeregt unseren Beruf aus. Wir leisten ihn zuverlässig, auch in der derzeitigen Krise, hochprofessionell und mit Leidenschaft. Ganz egal ob im Krankenhaus, in der Langzeitpflege oder im ambulanten Dienst.

Dafür erwarten wir keinen Heldenstatus und keine Prämie. Wir erwarten gesellschaftliche Anerkennung, verbindlich geregelte Einbeziehung in politische Entscheidungen sowie dauerhafte Anstrengungen, die Rahmenbedingungen für unsere Berufsausübung zu verbessern.

Zur Zeit heißt es: Durchhalten, Dienst leisten und professionell mit den Herausforderungen umgehen. Dafür leisten zahlreiche Kollegen Extraschichten, nehmen eigene (gesundheitliche) Nachteile und Risiken in Kauf und übernehmen vielerorts besondere Verantwortung. Bei den von COVID-19 betroffenen Menschen, bei den alten, kranken und sterbenden Menschen sind wir auch aktuell als Pflegende ganz nah dran. Wir begleiten Menschen in Zeiten von Mindestabstand in absoluter Nähe. Wir spenden Trost, lindern Leiden und retten Leben. Das haben wir schon immer gemacht, und das werden wir ist auch weiter professionell tun.

Nach dieser Krise aber werden Veränderungen notwendig sein, auch in Sachsen. Die Krise hat uns schmerzhaft gezeigt, wie sehr unsere Gesellschaft auf Pflegende angewiesen ist.

Umso mehr müssen wir uns fragen, wieso die größte Berufsgruppe des Gesundheitswesens in den wesentlichen Gremien des Bundeslandes immer noch nicht vertreten ist. Oft auch nicht in den Krisenstäben im Land. Eine Pflegekammer hätte in der derzeitigen Situation die pflegerischen Reserven gekannt, Personen und Institutionen angesprochen und die vielen Freiwilligen für die Leistungserbringer übergeordnet koordiniert. Auch die Durchführung von Kursen zur Beatmung und zur kurzfristigen Rückkehr in den Beruf hätte eine Kammer übernehmen können - wenn sie denn existieren würde. Ohne diese Möglichkeit bleibt es ein Bitten und Hoffen, dass genügend Freiwillige - da wo sie gebraucht werden - sein werden. Die Koordination dieser Hilfe wird weiterhin dezentral erfolgen müssen und an vielen Stellen auch nicht zuverlässig ankommen.

Es ist nicht mehr die Frage „ob“, sondern lediglich die Frage „wann und wie“ eine Pflegekammer in Sachsen zu gründen ist.

Und JA, auch mehr Gehalt kann natürlich dazu beitragen, dass junge Menschen unseren Beruf so konkurrenzfähig erleben, dass sie ihn dauerhaft ausüben wollen. Dazu ist aber weit mehr notwendig als einmalige Sonderzahlungen. Pflegende müssen dauerhaft deutlich besser vergütet werden. Und es geht um alle Pflegenden: im Krankenhaus, in der Langzeitpflege und im ambulanten Dienst. Hier fordern wir schon lange eine breite gesellschaftliche Debatte um die Frage: "Was ist uns eine sichere pflegerische Versorgung wert?". Für eine verbesserte Finanzierung von Pflege muss auch ein Zuschuss aus Steuermitteln diskutierbar sein.

Wenn die Leopoldina, die nationale Akademie der Wissenschaften, empfiehlt, die Intensivkapazitäten auszubauen, um eine Reserve im Gesundheitssystem für neue Ausbrüche zu bilden, dann zeigt das selbstverständlich auch den deutlichen Bedarf an einer veränderten Pflegepolitik. Denn der limitierende Faktor bei der Behandlung und Bewältigung dieser und zukünftiger Herausforderungen ist nicht die Anzahl der verfügbaren Beatmungsgeräte, sondern die des ausgebildeten und verfügbaren Pflegepersonals, die diese Geräte sicher bedienen und die Menschen an den Geräten versorgen. Diese Kollegen werden zukünftig nur vorhanden sein, wenn der Mut besteht, in Sachsen deutliche Anstrengungen zur Verbesserung der Situation beruflich Pflegender und der Hebammen zu unternehmen. Diese Anstrengungen müssen langfristig angelegt sein.

Um das zu erreichen fordert der Pflegerat Sachsen:
  • Einbeziehung von beruflich Pflegenden in allen wesentlichen Gremien des Gesundheitswesens im Freistaat Sachsen,
  • die Stärkung der Pflegeausbildung,
  • eine deutlich verbesserte Bezahlung aller Pflegenden,
  • Ausbau akademischer Strukturen in der Pflege und im Hebammenstudium inklusive der Forschung,
  • und die Gründung einer Pflegekammer.

Als Pflegerat Sachsen, die Vertretung der beruflich Pflegenden, stehen wir bereit, diese notwendigen Schritte mit den verantwortlichen in Politik und Gesellschaft zu gehen und inhaltlich schnell mit Leben zu füllen.
 
 
 
 

nurses for future - future for nurses

+++KUNDGEBUNG VERSCHOBEN+++ Großdemo am Samstag, den 7. März 2020, auf dem Opernplatz in Hannover

+++Aufgrund der aktuellen Entwicklungen rund um das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) wird am 7. März 2020 KEINE KUNDGEBUNG stattfinden. Sie wird bis auf weiteres verschoben. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Kampagne.+++

Der Sächsische Pflegerat unterstützt die Kampange "nurses for future - future for nurses".

"Obwohl seit Jahrzehnten bekannt ist, dass es schlecht um die berufliche Pflege steht, haben die Verantwortlichen nichts dazu beigetragen, den Pflegenotstand abzuwenden.

Wir Pflegefachpersonen erheben uns und lassen uns nicht mehr alles gefallen. Wir fordern die Rahmenbedingungen ein, die wir für die Erfüllung unserer Aufgaben brauchen.
Wir müssen (mit-)entscheiden, wir sind Pflegefachpersonen und wir sind stolz darauf. Bisher wurde vieles über unsere Köpfe hinweg beschlossen. Dabei sind wir Expertinnen und Experten im Gesundheits- und Sozialsystem und die Berufsgruppe mit den häufigsten Kontakten zu Patienten und Patientinnen.

Nichts kann so bleiben, wie es ist. Pflegefachpersonen haben neue Ideen entwickelt. Bisher hatten sie kein Stimmrecht. Das muss sich ändern..." (www.future-for-nurses.de)

Weitere Informationen zur Kampange, zu den Forderungen und zum Ablauf der Demonstration auf der verlinkten Homepage.

 
www.future-for-nurses.de Download (pdf 153.1 kB)
 
 
 

Generalistische Pflegeausbildung im Bundeskabinett beschlossen

Der Sächsische Pflegerat (SPR) begrüßt den heute vorgelegten Kabinettsentwurf zum Pflegeberufsgesetz ausdrücklich. Durch die Ausbildungsreform wird statt der bisherigen drei unterschiedlichen Pflegeausbildungen ein neuer, generalistisch ausgerichteter Pflegeberuf geschaffen. Die diese neue Ausrichtung gehen wir einen deutlichen Schritt in Richtung europäisches Ausbildungsniveau. Beruflich Pflegende sind mit zunehmend komplexen Versorgungssituationen konfrontiert. Dieser Herausforderung stellen wir uns gern. Sehr erfreulich ist, dass nun auch in Zukunft die Ausbildung an dieser Herausforderung ausgerichtet sein wird.
Pflege muss wieder ein konkurrenzfähiger Beruf werden, der eine lebenslange Perspektive mit guten Angeboten der beruflichen Weiterentwicklung bietet. Die bisher vielfach verfolgte Strategie, mit immer geringeren Zugangsvoraussetzungen und Ausbildungsvoraussetzungen den Beruf attraktiver zu gestalten, beruhte aus Sicht des SPR vor allem auf Arbeitgeberwünschen und deren Verwertungsinteressen.  Die nun eingeleitete Reform orientiert sich am Bedarf und den Herausforderungen des heutigen Pflegeberufes. Der SPR wird sich mit einem Fachtag am 25.02.2015 in der Ev. Hochschule Dresden in die Diskussion um die genaue Ausgestaltung des neuen Pflegeberufes einmischen um auf Landesebene die dort zu erarbeitende Verordnung im Sinne der Berufsangehörigen zu gestalten.

 
 
 
 

Deutscher Pflegerat: „Krankenhaus-Reform? So nicht!“

Aktuell zum Aktionstag hat der Deutsche Pflegerat unter dem Blickwinkel der Krankenhausfinanzierung eine Handlungsempfehlung für ausreichend Pflegefachpersonen im Krankenhaus herausgegeben.

„Die Krankenhausreform muss dafür sorgen, dass das Pflegepersonal durch zusätzliches Personal entlastet wird“, mahnte Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerats, anlässlich des auf Initiative der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) ausgerufenen Aktionstages "Krankenhaus-Reform? So nicht!".
„Die geplante Reform wird das Personal in den Kliniken nicht entlasten", sagte Westerfellhaus vorab in Berlin. „Wir beruflich Pflegende wehren uns. Was wir brauchen sind mehr Mittel für Pflegende und nicht zusätzliche Belastungen."

Bundesweit seien seitens der Krankenhausträger in den letzten Jahren rund 50.000 Vollzeitstellen im Pflegedienst abgebaut worden. „Der Personalabbau hat Auswirkungen auf die Qualität der Pflege und damit negative Auswirkungen auf die Patientensicherheit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege arbeiten an ihrem Limit“, machte Westerfellhaus weiter deutlich.

Zuversichtlich stimme der jetzt bekannt gewordene Vorschlag der Bundestagsfraktionen von SPD und CDU/CSU, sagte Westerfellhaus weiter. Demnach sollen die Krankenhäuser zusätzliche 500 Millionen Euro als Pflegezuschlag für Pflegepersonal erhalten. „Der Vorschlag greift mit der Nachweispflicht der Krankenhäuser für die Kosten des Pflegepersonals ein wesentliches Ziel des Deutschen Pflegerats auf“, betonte Westerfellhaus. „Ausdrücklich begrüßen wir auch, dass künftig der Personalabbau in Krankenhäusern bestraft werden soll.“

„Setzen Sie diesen Vorschlag für eine bessere Finanzierung der Personalkosten in den Krankenhäusern unverzüglich um“, forderte Westerfellhaus. „Er ist ein erster kleiner Schritt für mehr Pflegepersonal. Weitere größere Schritte sind nötig.“ Als Sofortmaßnahme für die Entlastung der professionellen Pflege und zur Sicherstellung der Patientensicherheit seien jährlich rund 2,5 Milliarden Euro an zusätzlichen Finanzmitteln für die Krankenhäuser nötig. „Der Gesetzentwurf sowie der Vorschlag der Bundestagsfraktionen von SPD und CDU/CSU sind davon nach wie vor weit entfernt“, weist Westerfellhaus hin.
 
 
 
 

Zweite Pflegekammer Deutschlands kommt!

Nach Rheinland-Pfalz beschließt auch Schleswig-Holstein die Einrichtung einer Pflegekammer

Für die Einführung von Pflegekammern in Deutschland setzen sich professionell Pflegende, der Deutsche Pflegerat (DPR) und die Landespflegeräte in Deutschland bereits seit vielen Jahren ein. „Endlich werden Pflegende in Schleswig-Holstein ihren Beruf selbst organisieren und ihre Pflege eigenständig vertreten können“, so Frank Vilsmeier, Vorsitzender des Pflegerates Schleswig-Holstein.
Drei Jahre sind seit dem im Koalitionsvertrag der Regierungspar-teien festgelegten und mit Landtagsbeschluss vom 14.12.2012 auf den Weg gebrachten Versprechen zur Errichtung der Pflegekam-mer vergangen. Nach einer positiven repräsentativen Umfrage und einem umfangreichen Anhörungsverfahren beginnt die neue Zeitrechnung der Selbsbestimmung beruflich Pflegender. „Eine neue, kompetente Vertretung der Pflege in den Selbstverwaltungsgremien, der Politik und Gesellschaft geht zum Wohle der pflegerischen Versorgung an den Start“, ist einhellige Meinung des Pflegerates Schleswig-Holsteins.
Die Entwicklung in Schleswig-Holstein unterstützt die Bestrebungen zur Errichtung von Pflegekammern in anderen Bundesländern. In Sachsen ergab eine Befragung unter Berufsangehörigen bereits 2011 eine deutliche Mehrheit für die Einrichtung einer Pflegekammer. Wann Sachsen konkrete zur Einrichtung einer Pflegekammer geht ist derzeit nicht absehbar.
 
 
 
 

Jetzt aktiv werden: Manifest der Pflegeberufe

Unterstützen Sie beruflich Pflegende durch Ihre Unterschrift

Pflege geht jeden an. Vom Neugeborenen­zimmer bis zum Hospiz – in allen Phasen des Lebens gibt es Zeiten, in denen Menschen pflegerische Unterstützung brauchen. Und genauso vielfältig wie der pflegerische Versorgungs­bedarf sind die Arbeits­felder derjenigen, die Pflege als berufliche Dienst­leistung erbringen. Ihre Zahl ist groß – knapp 900.000 Frauen und Männer mit mindestens drei­jähriger pflegerischer Ausbildung sind derzeit im Pflegeb­eruf tätig, dazu viele Tausende mit Assistenz- und Helfer­qualifikation.

Professionell Pflegende gehen in die Häuser, um pflege­bedürftige Menschen in deren Wohnung zu unterstützen, sie sorgen auf Palliativ­stationen für ein schmerz- und angst­freies Lebens­ende in Würde, sie bringen umfangreiches Spezial- und Erfahrungs­wissen ein, damit Schwerst­kranke oder kleinste Früh­geborene auf Intensiv­stationen überleben können. Pflege­fach­personen müssen sich in ihrem beruflichen Alltag immer neuen Anforderungen stellen: sie behandeln, entscheiden, hören zu und beraten, gestalten den Alltag und koordinieren. In ihrem Beruf sind sie rund um die Uhr zentrale Ansprech­partner.

Das „Manifest der Pflegeberufe“ ist keine Petition – ganz im Gegenteil. Denn beruflich Pflegende sind keine Bittsteller, sondern qualifizierte, leistungsfähige und leistungsbereite Fachkräfte. Sie erbringen Tag für Tag eine unverzichtbare Dienstleistung für die Gesellschaft – die Bevölkerung weiß und schätzt das auch.

Pflegefachpersonen haben allen Grund, selbstbewusst aufzutreten und auf Augenhöhe Forderungen zu stellen in der Erwartung, dass man ihnen endlich angemessene Arbeitsbedingungen schafft. Arbeitgeber und Politiker tun gut daran, dies ernst zu nehmen.

Geben Sie dem „Manifest der Pflegeberufe“ Ihre Stimme! Unterzeichnen Sie das Manifest des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe.
 
Homepage des Manifests
 
 
 

Rheinland-Pfalz gründet erste Pflegekammer Deutschlands

Deutscher Pflegerat: „Erste Pflegekammer Deutschlands ist ein

Der rheinland-pfälzische Landtag hat die Novelle des Heilberufsgesetzes einstimmig
verabschiedet und damit die gesetzliche Grundlage zur Errichtung der ersten Pflegekammer in Deutschland zum 1. Januar 2015 geschaffen.

„Mit der Entscheidung des rheinland-pfälzischen Landtags kommt die erste Pflegekammer in Deutschland. Das ist ein großer Tag für die Pflege in Deutschland und zugleich ein wegweisender Schritt für alle professionell Pflegenden“, freut sich Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerats (DPR). Der Weg dazu sei nicht leicht gewesen, blickt Westerfellhaus auf die letzten 18 Monate zurück. „Ich danke allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und rufe zugleich alle Bundesländer dazu auf, dem Beispiel von Rheinland-Pfalz zu folgen.“ Gezeigt habe sich, dass gute und faire Informationen über die Aufgaben und Möglichkeiten einer Pflegekammer letztlich zum Erfolg geführt haben. Zuversichtlich zeigte sichWesterfellhaus, dass die bisherigen Skeptiker mittelfristig vom Erfolg einer Pflegekammer überzeugt werden können. „Die Pflegekammern werden entscheidende Hebel dafür sein, wenn es um die Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Pflege und um mehr Wertschätzung für die professionell Pflegenden geht.“ „Die Entscheidung für die erste Pflegekammer als Leuchtturm der Pflege in Deutschland setzt kurz vo rWeihnachten einen Meilenstein für den Aufbruch Pflege. Wenn dieser aus der Berufsgruppe der Pflegenden heraus selbst kommt, dann wird er Erfolg haben“, zeigt sich der Präsident des Deutschen Pflegerats überzeugt.

Der Vorsitzende des Sächsischen Pflegerates, Michael Junge, spricht sich für eine zügige Wiederaufnahme der Gespräche zur Gründung einer Pflegekammer in Sachsen aus. "Sachsen müsse dem Beispiel Rheinland-Pfalz folgen um nicht den Anschluss im Bereich Pflege zu verlieren. Gerade im Angesicht der Herausforderung im Bereich Pflege in Sachsen ist die Gründung einer Pflegkammer unumgänglich. Gespräche mit dem Ministerium und Abgeordneten des Landtages sind dazu längst überfällig."
 
Pressemitteilung des Deutschen Pflegerates zur Gründung der ersten deutschen Pflegekammer (pdf 90.8 kB)
 
 
 

Gespräch mit Staatsministerin Clauß über Zukunft der Pflege

Auf Einladung von Frau Staatsministerin Christine Clauß fand am 16.06.2014 im Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz ein Gespräch zwischen Mitgliedern des Pflegerates und der Staatsministerin statt. Der Sächsische Pflegerat brachte die vier Schwerpunkte Zukunft der Pflegeausbildung, Veröffentlichung der Berufsordnung,  Einführung eines Fachkräftemonitorings,
Gründung einer Pflegekammer in Sachsen
in das Gespräch ein.

Wesentliche Ergebnisse sind, die Bereitschaft des Ministeriums weitere Gespräche zur Einführung grundständiger Studiengänge für Pflege an sächsischen Hochschulen zu moderieren.
Eine gemeinsame Veröffentlichung der sächsischen Berufsordnung für Pflegefachkräfte mit dem Pflegerat wird durch das Ministerium geprüft. 
Das Gespräch zur Einführung eines Fachkräftemonitorings wird Ende des Jahres nach Veröffentlichung der aktuellen Pflegestatistik fortgesetzt.
Beim Thema Pflegekammer konnte kein Konsens erzielt werden, die Einbeziehung weiterer Experten zu diesem Thema kann sich Staatsministerin Christine Clauß aber durchaus vorstellen.

Michael Junge wertet das Gespräch als Signal in die richtige Richtung. "Wir sind im Gespräch und konnten erste konkrete Schritte vereinbaren. Wir werden aber auch nicht locker lassen und weitere Gespräche zur Umsetzung nach der Landtagswahl einfordern."
 
 
 
 

Sächsischer Pflegerat lehnt Unterzeichnung der "Initiative Pro Pflege Sachsen" ab

Initiative für alle Pflegeberufe notwendig!

Der Sächsische Pflegerat (SPR) lehnt die Unterschrift unter das Papier „Pro Pflege Sachsen“ des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz ab.

Der Sächsische Pflegerat hat sich aktiv in dessen Entwicklung eingebracht und zahlreiche Vorschläge zur Verbesserung der beruflich Pflegenden gemacht. Diese finden sich leider in der Initiative nicht wieder. Das nun veröffentlichte Papier „Pro Pflege Sachsen“ schafft es nicht, die Situation der beruflich Pflegenden in Sachsen wesentlich zu verbessern. Er ist zu wenig konkret, bleibt weit hinter den Erwartungen zurück und hat die Chance verpasst, entscheidende Weichen für dringend benötigte Verbesserungen der Situation beruflich Pflegender zu stellen.

Der Sächsische Pflegerat reagiert mit Unverständnis darauf, dass die Initiative ausschließlich auf den Bereich der Altenpflege begrenzt ist. Die in der Initiative „Pro Pflege Sachsen“ beschriebenen Problemfelder betreffen nicht allein die Altenpflege.

Ohne eine spürbare Verbesserung der Situation beruflich Pflegender werden alle Bemühungen, die Situation pflegebedürftiger Personen zu verbessern, ins Leere führen.
 
Pressemeldung des Sächsischen Pflegerates zur Initiative Pro Pflege Sachsen (pdf 143.1 kB)
 
 
 

Hunderte Pflegende protestieren für bessere Arbeitsbedingungen

Aktionstag - Pflege braucht Rückenwind

Mehrere hundert Pflegende zogen am 12.Mai durch Dresdens Innernstadt um  bessere Arbeitsbedingungen in den Pflegeberufen zu fordern. Auf Transparenten und einer Kundgebung vor dem Sozialministerium machten Sie ihrem Unmut Luft.
Johannes Hermann, Initiator des Aktionstages, warb dafür bei der Landtagswahl in Sachsen genau hinzusehen welche Partei sich für die Belange von berufliche Pflegenden und pflegenden Angehörigen einsetzt. "Misstrauen Sie Allen die behaupten es gibt einfache Lösungen für die Probleme in der Pflege" so Hermann.
Die Initiatoren forderten neben der Schulgeldbefreiung, auch mehr Unterstützung für Pflegende Angehörige sowie eine bessere Personalausstattung in Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie eine bessere Vergütung von Pflegenden.
 
 
 
 

Pflegerechtsexperte zur Sächsischen Berufsordnung

Berufsordnung stellt verbindliche Anforderungen

Pflegerechtsexperte Rolf Höfert – Geschäftsführer des Deutschen Pflegeverbandes (DPV) bewertet im Auftrag des Sächsischen Pflegerates die Verbindlichkeit der Sächsischen Berufsordnung für Pflegefachkräfte. Er hält die Regelungen für verbindlich für alle in Sachsen tätigen Pflegefachkräfte. Er sieht vorallem das Ministerium und weitere Behörden in der Verpflichtung die Regelungen zu überwachen. Desweiteren hält er jede Pflegefachkraft sowie Leitungskräfte für verpflichtet die getroffenen Regelungen umzusetzen.
 
Die Berufsordnung ist auch am 19. April Thema beim berufspolitischen Abend im Rahmen des Pflegekongresses im Dresdner Hygienemuseum. Der Präsident des Deutschen Pflegerates und der Vorsitzende des Sächsischen Pflegerates diskutieren mit Gesprächspartnern über die weiteren Schritte nach Inkrafttreten der Berufsordnung.
 
Homepage des Pflegekongresses Lesen Sie die gesamte Stellungnahme hier (doc 142 kB)
 
 
 

Berufsordnung liegt in gedruckter Form vor

Die Berufsordnung für Pflegefachkräfte in Sachsen liegt ab Mitte April in gedruckter Form vor. Der Sächsische Pflegerat realisierte die Herstellung um allen Pflegenden in Sachsen die für sie gültige Verordnung zur Berufsausübung zugänglich machen zu können. 
Die Berufsordnung wird erstmals auf dem Interdisziplinären Pflegekongress des Springer Verlages am 18. und 19. April im Dresdner Hygienemuseum am Stand des Sächsischen Pflegerates erhältlich sein. 
Zukünftig erhalten alle neuen Pflegefachkräfte in Sachsen die Berufsordnung mit Ihren Berufsurkunden durch den Kommunalen Sozialverband Sachsen zugeschickt. Ein Download ist hier ab sofort möglich. 


 
Berufsordnung zum Download (pdf 1.4 MB)
 
 
 

Umfrage zur Pflegekammer in Sachsen

70 % der Befragten Pflegekräfte für Verkammerung

Pflegekammern in Deutschland sind seit Jahren ein in ständiger Diskussion stehendes Thema. Über die Meinung der Pflegebasis zu diesen Bestrebungen liegen bundesweit bisher keine repräsentativen Daten vor.
Den Ausgangspunkt der landesweiten Befragung in Sachsen stellte ein indirekter Auftrag des Sächsischen Ministeriums für Soziales und Verbraucherschutz in Dresden an den Sächsischen Pflegerat (SPR) dar, vor Weiterführung der Gespräche zur Pflegekammer ein Meinungsbild der sächsischen Pflegekräfte zu erheben, um anschließend eine gemeinsame Grundlage für weitere Gespräche zu haben.
Die Querschnittstudie startete im November 2010 und endete im März 2011. Insgesamt wurden 13.085 Fragebögen an die betreffenden Pflegekräfte aus allen pflegerischen Settings ausgegeben. Die Summe der ausgefüllten, zurückgesendeten Fragebögen betrug 2.582, das entspricht einer Rücklaufquote von 19,73%. Bezogen auf alle Pflegekräfte in Sachsen (40.321) lag der Rücklauf somit bei einem Gesamtanteil von 6,36%. Damit ist die Basisbefragung zur Errichtung einer Pflegekammer in Sachsen die größte zusammenhängende Befragung von Pflegekräften zu dieser Thematik in Deutschland und ermöglicht repräsentative Aussagen.
Das Hauptziel dieser Untersuchung war die Einschätzung der Pflegebasis über die Notwendigkeit der Errichtung einer Pflegekammer in Sachsen. Die Pflegekräfte waren mit einer Mehrheit von über zwei Drittel (69,9%) der Meinung, dass eine Pflegekammer in Sachsen eingerichtet werden sollte.
 
lesen Sie hier die gesamte Pressemitteilung zur Umfrage (pdf 242.1 kB)Artikel der Zeitschrift kma zur Umfrage (pdf 204 kB)Kommentar von Michael Junge zur Notwendigkeit einer Verkammerung (pdf 115.5 kB)